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Plan ist eine Kinderhilfsorganisation, die mit Kindern in 46 Ländern Asiens, Afrikas, Lateinamerikas sowie in Albanien arbeitet. Ziel ist die Verbesserung ihrer Lebensqualität. Darum richtet sich Plans Programmarbeit auch an die Familien und Gemeinden des Kindes und befähigt sie, sich selbst zu helfen. Kinder, Frauen und Männer sind an Planung, Durchführung und Auswertung der Projekte beteiligt. Das politisch und konfessionell unabhängige Kinderhilfswerk wird von etwa einer Million Menschen aus 15 Industrieländern unterstützt.
Hilfe für Aids-Waisen in Uganda/Ostafrika
Uganda zählte Anfang der 80er Jahre zu den ersten afrikanischen Ländern, die von der Aids-Pandemie betroffen waren. Trotz großer Anstrengungen im Kampf gegen Aids sind heute 1,1 Mio Menschen mit HIV infiziert. Aids stellt die häufigste Todesursache bei den 15- bis 49 Jährigen dar. Mittlerweile gibt es rund zwei Millionen Aidswaisen in Uganda.
Durch den Tod der Eltern muss das älteste der verwaisten Kinder, egal ob Junge oder Mädchen, die Haushaltsführung übernehmen und ist dafür verantwortlich, das Einkommen der Familie zu sichern. Damit sind diese Kinder häufig überfordert. Viele enden auf der Straße oder als Prostituierte und laufen dadurch Gefahr, mit HIV infiziert zu werden.
Die früh verwaisten Kinder sind dadurch sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich benachteiligt. Oft können sie die Schule gar nicht oder nicht mehr regelmäßig besuchen oder sie müssen ihre Schulausbildung aus Kostengründen abbrechen. Die Erfahrung der Mädchen und Jungen, mitansehen zu müssen, wie die Eltern der unheilbaren Krankheit erlagen, hat viele von ihnen traumatisiert.
Hilfsmaßnahmen für dieses Projekt
Plan hat in Zusammenarbeit mit den Gemeindevorständen, den örtlichen Behörden, anderen Nichtregierungsorganisationen und den betroffenen Familien ein Programm entwickelt mit dem Ziel, die Situation der Aids-Waisen zu verbessern. Die Projektdurchführung erfolgt durch Mitarbeiterinnen un Mitarbeiter von Plan, den lokalen Behörden, Gemeindemitgliedern und den betroffenen Kindern. Durch Hausbesuche, die vor allem von einem Kinderbeauftragten durchgeführt werden, kann gezielt auf die Bedürfnisse der Kinder reagiert werden. Folgende Hilfsmaßnahmen werden durchgeführt:
- Häuser- und Latrinenbau
- Bereitstellung von Fahrrädern. Der Besitz eines Fahrrades bedeutet eine große Hilfe v.a. in ländlichen Haushalten. Autos sind selten und unerschwinglich, Busse und Sammeltaxis kosten Fahrgeld. Mit einem eigenen Fahrrad lassen sich Lasten transportieren. Riesige Bananenstauden werden auf dem Gepäckträger zum Verkauf zum Markt transportiert. Dann wird das Rad meist viele Kilometer über holperige Feldwege bis zur, vielleicht geteerten, Hauptstraße in die Stadt geschoben. Krankenschwestern fahren damit als mobiler Gesundheitsdienst von Dorf zu Dorf. Auch werden die Gepäckträger gepolstert und dienen dann als Ein-Personen-Fahrradtaxi.
- Anschaffung von Kühen und Hühnern, Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten zur Verbesserung der Ernährung und zur Schaffung von Einkommen
- Kurse zum Gemüseanbau, zur Tierhaltung, Unterrichtung in handwerklichen Fähigkeiten
- Medizinische Versorgung
- gesundheitliche, psychologische und praktische Unterstützung durch geschulte Gesundheitshelfer, die betroffene Familien und Kinderhaushalte zu Hause besuchen
- Aufklärungsveranstaltungen in den Gemeinden zu dem Thema Aids und zur Situation der Aids-Waisen. Dadurch wird das Zusammenleben in den Gemeinden erleichtert, weil die Kinder nicht mehr ausgegrenzt werden
- Unterstützung der Kinderhaushalte durch ausgewählte Gemeindemitglieder, die sich um die Kinder kümmern, wenn ihnen keine Verwandten zur Seite stehen
Quellen:
UNDP: Bericht über die menschliche Entwicklung 2004, unicef: Zur Situation der Kinder in der Welt 20005, persönliche Reiseerfahrungen von Susanne Hahn
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