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Reisen und Seminare für Blinde und Sehbehinderte
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Potsdam, Ribbeck und Berlin
vom 17. bis 23. Oktober 2010
„Daz gantze eyland muß ein paradeys werden…", sprach der Berater des Großen Kurfürsten. Und so wurde aus dem sumpfigen Potsdam eine glänzende Residenzstadt mit romantischen Schlössern, weitläufigen Gärten und barocken Giebelhäusern.
Auf dieser Reise lernen wir Potsdam, die Perle der Mark, mit seiner historischen Altstadt, dem berühmten Schloß Sancoussi sowie seinen Einwanderervierteln aus preußischer Zeit kennen.
Wir besuchen den Reichstag in Berlin und flanieren unter den Linden.
Und wir machen einen Ausflug ins Havelland zum Familiensitz der von Ribbecks und ihrem Birnbaum.
Unser familiär geführtes Hotel liegt zentral in der Potsdamer Altstadt. Abends genießen wir hier Brandenburgische Küche im hauseigenen Restaurant.
Sonntag, 17. Oktober 2010
Individuelle Anreise zum Hotel oder gemeinsame Anfahrt ab Bahnhof Potsdam.
Nach einem Orientierungsgang durchs Hotel und dem Bezug der Zimmer essen wir gemeinsam zu Abend. Bei einem gemütlichen Beisammensein lernen wir die Reiseteilnehmer kennen.
Montag, 18. Oktober
Diesen Tag verbringen wir in der historischen Altstadt von Potsdam. Wir hören von der vielfältigen Geschichte dieser preußischen Garnisons- und Residenzstadt und besuchen das holländische Viertel. Der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm ließ die backsteinernen Giebelhäuser extra für seine holländischen Handwerker errichten. Heute finden sich hier in den kleinen Gassen Galerien, Läden und gemütliche Lokale.
Dienstag, 19. Oktober
Wir besuchen die Sommerresidenz Friedrichs des Großen in Potsdam. Inmitten einer weitläufigen Parkanlage steht hier das barocke Schlößchen Sancoussi. Wir berühren zeitgenössische Möbel und Kleidungsstücke.
Später flanieren wir durch das Krongut Bornstedt. Aus dem ehemaligen Wohnsitz des Kronprinzenpaares ist nun ein interessanter Handwerkerhof mit individuellen Manufakturen, z.B. für Schmuck und Schokolade, geworden.
Mittwoch, 20. Oktober
Heute vormittag besuchen wir den Berliner Reichstag. Mit seiner gläsernen Kuppel gehört er mittlerweile zu den Hauptattraktion der Stadt. Wenn wir Glück haben, sitzen wir sogar im Plenarsaal. Ein Modell verdeutlicht die Ausmaße dieses imposanten Bauwerkes.
Am Nachmittag bleiben wir in Berlins Mitte. Auf einem literarischen Stadtspaziergang unter den Linden erfahren wir, was Heinrich Heine mit seinem Ausspruch „Berlin ist gar keine Stadt" gemeint haben könnte.
Donnerstag, 21. Oktober
Heute machen wir ein Ausflug in das winziges Dörfchen Ribbeck im Havelland. Seit 1357 ist es Stammsitz der von Ribbecks. Auf einer Führung durch ihr Schloß hören wir Ihre Familiengeschichte. Später besuchen wir den Birnbaum an der Dorfkirche und verkosten Birnenlikör in der alten Brennerei.
Freitag, 22. Oktober
Im Stasi-Gefängnis „Lindenstraße" erleben wir hautnah, wie mit unterwünschten „Elementen" verfahren wurde. Das unscheinbare Haus inmitten von Potsdam diente der Stasi als geheimer Ort, an dem Menschen verhört, festgehalten und drangsaliert wurden.
Am nachmittag besuchen wir die Kolonie „Alexandrowka". Im 19. Jhd. lebten hier russische Sänger des preußischen Garderegiments. Originalgetreue Holzhäuser, umgeben von großen Obstgärten und eine eigene orthodoxe Kapelle sollte ihnen die Eingewöhnung erleichtern.
Nach einer Führung genießen wir heißen Tee aus dem Samowar und russische Gerichte aus der Zarenzeit.
Samstag, 23. Oktober
Wie die Zeit vergeht. Heute nach dem Frühstück ist Abreisetag.
im Reisepreis enthaltene Leistungen
bei eigener An- u. Abreise bis/von Potsdam
- 6 Übernachtungen im DZ in einem familiär geführten Hotel in Drei-Sterne-Qualität mit Restaurant, alle Zimmer inkl. Du/WC, TV
- Halbpension (6x Frühstück, 5 x dreigängiges Abendmenü)
- 1 dreigängiges russisches Menü
- 1 Stadtführung Potsdam
-1 Führung durch das Jan-Bouwmann-Haus
-1 Führung durch Schloß Sancoussi
-1 Besuch des Kronguts Bornstedt
-1 Vortrag im Berliner Reichstag
-1 literarischer Stadtspaziergang „Berlin ist gar keine Stadt"
-1 Ausflug nach Ribbeck mit Schloßführung
- Verkostung von drei Birnenprodukten
-1 Führung durch die das Stasi-Gefängnis Lindenstraße
- 1 Führung durch die russische Siedlung Alexandrowka
- 1 Transferfahrt Potsdam-Ribbeck-Potsdam
- Taxitransfer HBF Potsdam-Hotel- HBF Potsdam
- sehbehindertengerechte Führungen und zugehörige Eintritte laut Programm, Vorträge, Vorlesen
- freundliche, sehbehindertengerechte Reiseleitung
Geringfügige Programmänderungen behalten wir uns vor.
Sonstige Hinweise:
Eine sehende Begleitperson für tagsüber kann gegen zusätzlichen Aufpreis gebucht werden.
Preis
-750 EURO pro Person im DZ (Einzelzimmerzuschlag 135 Euro)
- Aufpreis Buchung einer Begleitperson für tagsüber 300 Euro
- Aufschlag Hund auf Anfrage
Anzahlung in Höhe von 15% des Reisepreises nach Erhalt der Anmeldebestätigung fällig. Der Restpreis wird 20 Tage vor Reisebeginn fällig
Führhunde
Führhunde können auf Anfrage mitgebracht werden, sofern sie hunde- und gruppenverträglich sind.
Ort/Termin
17. bis 23. Oktober 2010
Potsdam, Havelland, Berlin
Teilnehmer/innen
Sehbehinderte, blinde und sehende Interessierte, die eine Städtereise der besonderen Art erleben möchten.
Teilnehmerzahl
6 bis 12 Personen
Die Reise kann nur bei einer Mindestteilnehmerzahl von 6 Personen durchgeführt werden. Ist diese Zahl bis 21 Tage vor Reisebeginn nicht erreicht, bekommen Sie unverzüglich eine Absageerklärung.
Anmeldeschluss
15. August 2010
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